Umfassend erforscht und validiert

Die Wurzeln des Modells gehen auf den Professor Dr. Clare W. Graves zurück, der sein gesamtes berufliches Leben damit verbrachte, Gruppen von Menschen und Gesetzmäßigkeiten von Veränderungen zu erforschen. Hierbei entdeckte er, dass jedes soziale System sowohl über gemeinsame Fähigkeiten als auch über gemeinsame Denk- und Verhaltensweisen verfügt. Außerdem nahm er einen engen Zusammenhang zwischen den Werten eines sozialen Systems und den Fähigkeiten wahr, die dieses zu entwickelt.

Beispiel: Menschen arbeiten nur dann wirklich als Team zusammen, wenn die sie keine Angst davor haben Fehler zu machen und Andersartigkeit gewünscht ist.

Graves fand heraus, dass die sozialen Systeme bei Veränderungen – ganz natürlich – immer den gleichen Entwicklungspfad durchlaufen. Er bewies empirisch, dass die Denk- und Verhaltensweisen streng aufeinander aufbauen, wodurch man über „Stufen“ sprechen kann. Außerdem hat Graves empirisch belegt, dass es nicht möglich ist Stufen zu überspringen, da die Denk- und Verhaltensweisen der vorigen Stufe immer in die nächste Stufe integriert werden.

Interaktion von Umwelt und sozialen Systemen

Ein weiterer Bestandteil von Prof. Dr. Graves Forschung waren die Mechanismen von Veränderungsprozessen. Durch seine umfassende Forschung war es ihm möglich heraus zu finden, dass der Veränderungsprozess von sozialen Systemen selbst eine Reaktion auf Veränderungen der Umwelt darstellen.

In diesem Zusammenhang kann der Veränderungsprozess als eine Anpassung des sozialen Systems an die veränderten Anforderungen der Umwelt an das soziale System selbst verstanden werden. Das soziale System kann die äußeren Anforderungen der Umwelt mit den vorhandenen Strategien nicht mehr bewältigen und muss sich so – oftmals schmerzhaft – neue, zusätzliche Fähigkeiten und Denk- sowie Verhaltensmuster aneignen.

Für die entsprechenden Entwicklungsschritte müssen Individuen und soziale Systeme (z.B. Unternehmen) sich neue Fähigkeiten aneignen und ihre Denk- und Verhaltensweisen grundlegend verändern. Hierbei liegt die Betonung auf „grundlegend“, denn eine Veränderung von einer Entwicklungsstufe zu der nächsten Entwicklungsstufe bedeutet immer einen Quantensprung.

Aus der systemischen Sichtweise ist es nicht möglich, weder die Umwelt noch das soziale System für sich allein zu betrachten. Es besteht immer eine Reziprozität zwischen beiden, sodass die Ausgestaltung der sozialen Systeme die Umwelt beeinflusst was dazu führt, dass sich die Umwelt verändert, was wiederum die Notwendigkeit der Veränderung des sozialen Systems nach sich zieht.

Abb: Reziprozität zwischen Mensch und Umwelt (Coping-Mechanismus)

Langfristige Systematik von Veränderungen

Weiterhin hat Prof. Dr. Graves in seiner Forschung die Erkenntnis gewonnen, dass bestimmte Muster im langfristigen Entwicklungsprozess der Systeme bestehen.

So wechselt die grundsätzliche Einstellung, ob ein Mensch stärker für die Gruppe oder für sich selbst lebt. Je nach Stufe sind die Menschen sehr stark WIR-bezogen oder ICH-bezogen. Bei den Entwicklungsstufen, in denen der WIR-Bezug vorhanden ist, steht das Wohl der Gruppe über dem Wohl des Individuums. Bei den Entwicklungsstufen, die einen ICH-Bezug aufweisen, steht das Wohl des Einzelnen über dem Wohl der Gruppe.

Dies ist ein wichtiger Aspekt, der bei der Veränderungsarbeit immer mit einbezogen werden muss, da sich an dieser Entwicklung viele Themen festmachen lassen.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie mich gerne direkt und ohne zu zögern. Ich biete Ihnen eine individuelle Lösung an, welche genau auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist.